Studie Juni 2016

Je höher die Vitamin -D-Spiegel ... desto  länger leben Personen mit Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Je höher die Vitamin -D-Spiegel ... desto  länger leben Personen mit Bauchspeicheldrüsenkrebs.

 

Bauchspeicheldrüsenkrebs ist mit einem Anteil von 3,2 Prozent aller Krebserkrankungen in der Bundesrepublik Deutschland relativ selten. Im Jahr 2010 erkrankten rund 16.000 Menschen daran. Männer und Frauen sind in etwa     gleich häufig betroffen. Allerdings ist Bauchspeichdrüsenkrebs besonders  aggressiv. Er ist für etwa sieben Prozent aller Krebstodesfälle verantwortlich und stellt die vierthäufigste Krebstodesursache dar bestätigt die Deutsche Krebsgesellschaft.

 

Chen Yuan vom Dana-Farber Cancer Institute in Boston  und Kollegen führten eine Studie durch. Sie wollten klare Erkenntnisse gewinnen, welche Auswirkungen ein Vitamin D-Spiegel auf das Entstehen von Bauchspeicheldrüsenkrebs hat und ob sich die Überlebensaussichten mit hohem Vitamin D Spiegel verbessern.  Am 20. Juni 2016 ist die Studie im Journal of Clinical Oncology veröffentlicht worden.

Die Forscher analysierten die Überlebensrate von 493 Patienten aus fünf unterschiedlichen US Studienteilnehmern, welche in der Zeit zwischen 1984 und 2008 an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankten. Es handelte sich um 75 000 Frauen und über 46 000 Männer. Teilnehmer, die täglich weniger als 150 IE Vitamin D zu sich nahmen, hatten ein höheres Risiko, an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken als Personen, die mehr Vitamin D zu sich nahmen. In Zahlen: Die tägliche Einnahme von 400 IE Vitamin D reduzierte bereits  das Bauchspeicheldrüsenkrebs-Risiko um 43 %. Personen jedoch, die weniger als 150 IE Vitamin D zu sich nahmen, hatten ein 22 % höheres Risiko, an diesem Krebs zu erkranken. Man stellte fest, je höher der Vitamin D- Spiegel ist, desto länger sind die Lebenserwartungen. 

foto: grassroots.com

Vitamin D und  A bei Bauchspeicheldrüsenkrebs

Schon in einer Studie von 1996 wird ein Zusammenhang zwischen dem Vitamin D-Level wie auch dem Vitamin A-Level und dem Wachstum von Bauchspeicheldrüsenkrebs-Zellen hergestellt.

Die Forscher betonen, dass Retinoide (also die chemischen Verbindungen, die mit Vitamin A verwandt sind) und Vitamin D grundsätzlich wichtige Faktoren für das Regulieren von Zellwachstum und Zelldifferenzierung sind. In ihrer Studie haben sie nun den Einfluss von Retinoiden und Vitamin D auf das Zellwachstum von Bauchspeicheldrüsenkrebs beobachtet. Dabei konnten sie feststellen, dass Vitamin D allein, ohne Retinoide, nicht signifikant das Zellwachstum hemmt, aber eine Kombination von Retinoiden und Vitamin D zusammen das Wachstum von Bauchspeicheldrüsenkrebs-Zellen zu beeinflussen scheint.

Die Bauchspeicheldrüse – in der medizinischen Fachsprache: das Pankreas – ist ein quer im Oberbauch liegendes Drüsenorgan. Die von ihr gebildeten Verdauungsenzyme werden in den Zwölffingerdarm abgegeben. Sie ist daher eine exokrine Drüse (exokrin „nach außen abgebend“; in diesem Falle in den Verdauungstrakt). Die Enzyme der Bauchspeicheldrüse spalten Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette der Nahrung im Darm in eine von der Darmschleimhaut aufnehmbare Form. Darüber hinaus werden in der Bauchspeicheldrüse Hormone gebildet, die direkt in das Blut überführt werden. Damit ist sie gleichzeitig auch eine endokrine Drüse (endokrin „nach innen abgebend“). Dieser endokrine Anteil der Bauchspeicheldrüse sind die Langerhans-Inseln, die vor allem für die Regulation desBlutzuckerspiegels (über die Hormone Insulin und Glucagon) sowie von Verdauungsprozessen verantwortlich sind.

 

 

Was ist also eine optimale tägliche Gabe von Vitamin D3?

Das ist abhängig:

  • vom derzeitigen Vitamin D Spiegel, der über eine Blutprobe sicher ermittelt werden kann.
  • vom Körpergewicht und Alter
  • von der Ernährung und Arbeitsverhalten
  • von der Beschaffenheit des Vitamin D3

 

Es ist erforderlich den Spiegel in kurzer Zeit - zwischen 7 und 10 Tagen – auf einen optimalen Wert zu bringen. Der Körper verbraucht monatlich cirka 20% seines Bestandes. Also gilt es den Verbrauch monatlich aufzufüllen.

 

Denken Sie daran, Calcium,  Magnesium, Beta Carotin  und Vitamin K2 als Co-Faktoren sind erforderlich und in manchen Fällen auch das Superelement Bor. Lassen Sie sich beraten.

 

Quellen:

Internal Medicine, ZeTDT GmbH, Hamburg, Germany. Prof.Klapdor@t-online.de

Vitamin D status and per-oral vitamin D supplementation in patients suffering from chronic pancreatitis and pancreatic cancer disease.

 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22593477

 

Vitamin D council

Vitamin D and pancreatic cancer

https://www.vitamindcouncil.org/health-conditions/pancreatic-cancer/

 

Department of Preventive Medicine, 680 North Lake Shore Drive, Suite 1102, Chicago, IL 60611, USA. hskinner@northwestern.edu

Vitamin D intake and the risk for pancreatic cancer in two cohort studies.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16985031

 

Vitamin D-3 Experte

Vitamin D3 und Bauchspeicheldrüsenkrebs

http://www.vitamin-d3-experte.com/vitamin-d-und-bauchspeicheldruesenkrebs/

 

Journal of Clinical Oncology, June 2016

Prediagnostic Plasma 25-Hydroxyvitamin D and Pancreatic Cancer Survival

http://jco.ascopubs.org/content/early/2016/06/15/JCO.2015.66.3005.abstract?sid=6071e701-a711-411a-b32d-be28f0edc45d

 

Bauchspeicheldrüse

https://de.wikipedia.org/wiki/Bauchspeicheldr%C3%BCse

 

Foto: 123rf stockfoto