Sprossen – Lichtnahrung und Sonnenkost

 

Sprossen sind kleine Vitaminbomben. Beim Sprießen werden Vitalstoffe im Samen umgewandelt und zusätzlich mit Vitaminen, Enzymen, Hormonen sowie vielen Wachstumsfaktoren angereichert, wachstumshemmende Substanzen wie Phytinsäure werden abgebaut. Neue Verbindungen wie Chlorophyll, Cellulose, neue Enzyme, neue Pflanzenhormone und verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe verknüpfen sich. Keimlinge enthalten reichlich Mineralstoffe wie Calcium, Phosphor, Magnesium, Zink und Eisen. Außerdem sind sie gute Ballaststofflieferanten.

Enorm ist die sprunghafte Neubildung von Vitaminen: z.B. steigt der Gehalt an Karotin in Weizenkörnern nach 20 Stunden Keimdauer um 190 Prozent und der Gehalt von Vitamin B2 nach 12 Stunden um 50, in Alfalfa nach vier Tagen sogar um 1.000 Prozent.

 

Diese Samen eigenen sich zum Keimen

 

·         Alfalfa (Luzerne), Bockshornklee, Kresse

·         Buchweizen, Gerste, Hafer, Weizen

·         Leinsamen, Sonnenblumen, Senfsaat

·         Linsen, Mungobohnen

·         Radieschen, Rettich, Rotklee

 

Sprossen werden roh gegessen und erst am Ende der Garzeit den Speisen zugefügt.

Ausnahme bilden Sprossen von Hülsenfrüchten wie Bohnen, Erbsen, Mungo oder Soja. Diese werden vor dem Verzehr zur besseren Verstoffwechselung kurz in kochendem Wasser blanchiert oder in gegartem Zustand, z. B. als Suppe oder Gemüse verzehrt. Erst durch Hitze werden die gesundheits-belastenden Stoffe unschädlich gemacht. Sprossen sind ideal für den Mittagssnack, in Salaten, zu allen Wok-Gerichten, aufs Brot, oder in der Mayonnaise. Mit frischen Sprossen lassen sich feine, würzige und vor allem sehr vitaminreiche Salatvariationen zaubern.

 

 

Wie man Buchweizen zum Keimen bringt

 

Buchweizen ca. 8-12 Stunden in Wasser einweichen. Rühren Sie die Mischung gut durch, damit keine Buchweizenkörnchen an der Wasseroberfläche verbleiben. Gießen Sie das Wasser mit einem feinen Abtropfsieb ab, zurück ins Glas und die Sprossen zweimal am Tag mit kaltem Wasser durchspülen.

 

Sie werden nach einiger Zeit eine klebrige Substanz auf dem Buchweizen bemerken – dabei handelt es sich um Stärke. Diese Stärke gründlich abspülen! Zunächst werden Sie einen kleinen braunen Punkt auf den Buchweizenkörnchen sehen können. Daraus keimt schon bald eine kleine Sprosse. Keimdauer ca. 2-3 Tage.

 

Quelle: Lebensstarke Partner - Quark-leinöl - Wie die Öl-Eiweiß-Kost nach Dr. Budwig Ihren Stoffwechsel beflügelt, erschienen als e-book: quarkleinoel@gmail.com


Quinoa - das Gold der Inka

Quinoa – das Gold der Inka

 

Quinoa ist vielleicht eine der besten pflanzlichen Eiweißquellen auf der Welt. Was Quinoa so einzigartig macht, ist, dass die kleinen Körnchen alle neun essentiellen Aminosäuren enthalten, was für ein pflanzliches Lebensmittel äußerst ungewöhnlich ist. Der Mineralienreichtum von Quinoa schlägt den unserer üblichen Getreidearten um Längen. Außerdem ist das leckere Inka-Korn glutenfrei und kann daher sowohl bei Getreideunverträglichkeiten als auch bei Problemen mit Candida-Infektionen problemlos gegessen werden.


Mit Quinoa widerstandsfähig und ausdauernd wie ein Inka-Krieger.

Quinoa stammt aus Südamerika und wird dort hauptsächlich in Ecuador, Peru und Bolivien angebaut. Schon seit 6000 Jahren dient die Pflanze den Andenvölkern als lebenswichtiges Grundnahrungsmittel. Quinoa ist kein Getreide, gehört also nicht zu den Gräsern wie etwa Weizen, Hafer und Roggen. Das kleine Inka-Korn ist ein Gänsefußgewächs und gehört damit zur selben Pflanzenfamilie wie Rote Bete und Spinat.


Quinoa wird bis zu zwei Meter hoch und ist sehr robust.

Extreme Witterungsbedingungen werden genauso stoisch ertragen wie schlechte Böden. Wer Quinoa regelmäßig verzehrt, profitiert – genau wie die ausdauernden Krieger der einstigen Inka – von der Widerstandsfähigkeit und Kraft dieser Pflanze und ihren Samenkörnern.


Quinoa soll nach den weit verbreiteten Lautschriften „kienwah“ ausgesprochen werden. Möglicherweise wird es so tatsächlich noch von den südamerikanischen Ureinwohnern ausgesprochen. Die spanischstämmige Bevölkerung (zumindest in Bolivien) spricht das Wort allerdings „Kinoa“ aus.


Quinoa: Perfektes Grundnahrungsmittel

Zwar kann Quinoa aufgrund ihres vollständigen Aminosäurenspektrums besonders Veganern empfohlen werden, da deren Speiseplan – besonders wenn grüne Blattgemüse gemieden werden – relativ proteinarm sein kann. Doch hat Quinoa – im Vergleich zu den üblichen Getreidearten – so viele Vorteile, dass es jedem einzelnen Menschen wärmstens ans Herz gelegt werden kann, völlig einerlei, ob er sich ganz normal ernährt oder ob er Anhänger einer besonderen Ernährungsweise ist.
Ja, es ist sogar so, dass Menschen, die sich "normal" ernähren, häufiger an Vitamin- und Mineralstoffmangel leiden als Veganer, die sich oft sehr stark für eine gesunde und vitalstoffreiche Ernährung interessieren, weshalb Quinoa gerade für Normalesser eine wunderbare und wohlschmeckende Gelegenheit darstellt, deren Mineralstoffdefizit endlich wieder aufzuheben und damit die Gesundheit zu unterstützen.

Die Power-Eigenschaften von Quinoa

Abgesehen davon, dass Quinoa eine hervorragende pflanzliches Eiweiß darstellt, enthält es viele essentielle Vitamine, Mineralien und Nährstoffe. Quinoa liefert beispielsweise mehr Calcium als Weizen oder Roggen sowie mehr als doppelt so viel Eisen und 50 Prozent mehr Vitamin E als Weizen.


Quinoa ist außerdem reich an Mangan und Kupfer. Beide Mineralien aktivieren die Bildung eines Enzyms, das wiederum die Mitochondrien (das sind die Energieproduzenten im Innern der Zellen) vor schädlichen Oxidationsprozessen bewahrt und die roten Blutkörperchen vor den Angriffen freier Radikale schützt. Kohlenhydrate werden in Anwesenheit von Mangan effizienter abgebaut und Knochen können sich unter dem Einfluss von Mangan ständig perfekt regenerieren und somit gesund und stark bleiben.


Quinoa bei Migräne

Besonders Menschen, die unter Migräne leiden, bemerken oft eine auffallend positive Wirkung des Mineralienwunders Quinoa. Als hervorragende Quelle für Magnesium (70 Prozent mehr als in Weizen oder Roggen) hilft Quinoa die Blutgefäße zu entspannen und beugt auf diese Weise jener Gefäßverengung vor, die für Migräne so charakteristisch ist.
Migränepatienten berichten, dass sie mit Hilfe von Quinoa unter deutlich weniger Schmerzattacken litten. An dieser Wirkung ist auch Riboflavin (Vitamin B2) beteiligt. Quinoa enthält mehr als doppelt so viel Riboflavin als Weizen oder Hafer sowie die siebenfache Riboflavinmenge von Reis. Riboflavin kann die Energieproduktion innerhalb der Zellen verbessern und damit natürlich auch den Energiestoffwechsel der Zellen im Gehirn und der Muskelzellen fördern, was sich in seiner Gesamtheit bei Migräne als außerordentlich vorteilhaft erwiesen hat.

 

Quinoa bei Getreideunverträglichkeiten

Wer Getreideprodukte nicht verträgt, ist oft hilflos und weiß nicht mehr, was essen. Quinoa ist glutenfrei und daher für Glutenallergiker und Menschen mit Getreideunverträglichkeiten wie Weizenallergien wunderbar geeignet. Quinoa kann in Form von Müsli sowie als Beilage zu Gemüse und Salaten gegessen werden. Schwer verdauliche Teigwaren und Getreideflocken vermisst da niemand mehr.


Quinoa bei Candida-Infektionen, Blutzucker-Problemen und Übergewicht

Auch bietet Quinoa Candida-Pilzen keine Lebensgrundlage wie das etwa Weizenprodukte und sämtliche Backwaren tun. Der glykämische Index von Quinoa ist nämlich sehr niedrig, das heißt, die Kohlenhydrate in Quinoa gehen nur zu einem kleinen Teil in Form von Zucker ins Blut über. Dies macht sie zu einem exzellenten Lebensmittel für alle jene, die mit Blutzucker- oder Gewichtsproblemen zu kämpfen haben.


Die Zubereitung von Quinoa

Quinoa kann annähernd wie Getreide, also entweder roh oder gekocht verzehrt werden. Grundsätzlich spült man Quinoa vor jedweder Zubereitungsart gut unter fließendem Wasser ab. Für Frisch“korn“-Müslis kann Quinoa – genau wie Getreide – geschrotet und eingeweicht werden. Manche rösten das ganze Korn und geben dieses in Müslis oder in Salate.


Die bekannteste und beliebteste Art des Quinoagenusses ist jedoch, es ähnlich wie Reis zu kochen. Dazu wird Quinoa kurz in der doppelten Wassermenge aufgekocht und dann bei niedriger Temperatur etwa 10 Minuten geköchelt. Man nimmt es anschließend vom Herd und lässt es abgedeckt noch weitere 10 Minuten oder länger nachquellen. Achten Sie lediglich darauf, Quinoa nicht zu lange zu kochen. Die Körnchen werden dann zu weich und verlieren ihren Biss. Auch der Geschmack leidet in diesem Falle deutlich.
Wenn man alles richtig gemacht hat, was keineswegs schwierig ist, hat Quinoa einen wundervoll nussigen Geschmack und schmeckt bereits himmlisch mit nichts als ein wenig hochwertiger Bio-Butter oder etwas Leinöl und einer Prise Meer- oder Steinsalz. Servieren Sie dazu leicht gegarten Brokkoli und gewürfelte Avokado.


Quinoa lässt sich auch kalt – ähnlich wie Reissalat – zubereiten. Geben Sie in Würfelchen geschnittene Bio-Tomaten, gehackte Frühlingszwiebeln oder Schnittlauch und eine Marinade aus Leinöl, Zitronensaft und Kräutersalz dazu. Gerichte mit Quinoa sind unglaublich schnell zubereitet, sättigen und hinterlassen ein leichtes, aber äußerst zufriedenes Gefühl im ganzen Körper.

 

Quinoa-Gemüsesuppe mit Wildkräutern 


Quelle